Was ich als Künstlerin gelernt habe

Ich zeichne seit ich denken kann und das hat sich schon immer angefühlt, wie etwas Selbstverständliches. Während andere Kinder Fußball gespielt haben oder Nintendo, habe ich gezeichnet. Bei jeder Gelegenheit: im Restaurant, in der Schule im Unterricht, im Zug, beim Abendessen…. Ich habe mir nie Gedanken gemacht warum oder ob es richtig ist. Ich habe es einfach gemacht.

Als Teenager habe ich mich für Manga interessiert und plötzlich wurden Perspektive und Anatomie wichtig und interessant. Ich habe durch Abzeichnen aus Büchern gelernt und durch ein paar Aktmalkurse an der Volkshochschule.

Bei der Kunsthochschule wurde ich damals abgelehnt, da ich keine „künstlerische Eigenleistung“ erbracht hatte. Das machte mir eine Weile zu schaffen… Doch dann dachte ich, warum nicht ins Kunsthandwerk?

In der Ausbildung zur Manufakturporzellanmalerin wurden wir auf Details und Aufbau getrimmt. Die Blumen mussten „funktionieren“ und um eine Tiefenwirkung zu erzielen, galt es eine „Konzentration und Auflösung“ zu erreichen. Hier wurde ich auch wieder kritisiert: ich war nicht gut im Aquarellmalen, meine Farben waren zu blass, meine Kontraste nicht stark genug. Trotzdem schloss ich die Ausbildung mit Bestnote ab!


Inzwischen habe ich verstanden, dass es ausreicht, wenn meine Kunst mir selbst gefällt. Ich muss mich nicht ständig optimieren oder anpassen. Wenn ich mit meinem Ergebnis zufrieden bin und die KundInnen es lieben, ist es perfekt! Für mich zählt immer noch der Weg, das Gefühl beim Malen, diese tiefe Entspannung. Mein Kopf ist ruhig, meine Angst ist weg, ich bin ganz Kind, neugierig auf dieses nächste Abenteuer!


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Was mich inspiriert!